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Erstes Girokonto finden 2026: Dein Guide für junge Leute

Dein erstes Girokonto 2026? Dieser Guide zeigt dir, wie du kostenlose Angebote findest, welche Kostenfallen lauern und wie der Kontoumzug funktioniert. → Jetzt lesen

erstes girokonto – JVD

Dein erstes Girokonto ist ein wichtiger Schritt in die finanzielle Unabhängigkeit. Egal, ob du gerade mit einer Ausbildung beginnst, dein Studium startest oder einfach dein Taschengeld verwalten möchtest – das richtige Konto macht deinen Alltag leichter. Doch der Markt ist unübersichtlich. Viele Banken werben mit „kostenlos“, doch die Bedingungen variieren stark. Ich zeige dir, worauf du achten musst, um das passende Angebot für dich zu finden.

📋 Das Wichtigste in Kürze
  • Viele Banken bieten für unter 28-Jährige oder Studierende kostenlose Girokonten an (Stand: April 2026).
  • Achte auf versteckte Kosten für Buchungen, Karten im Ausland oder Fremdautomaten, die schnell 2-5 € pro Vorgang betragen können.
  • Ein Kontoumzugsservice hilft dir gemäß §20 ZKG kostenlos, alle Zahlungspartner innerhalb von 12 Tagen zu informieren.
  • Die Eröffnung ist ab 18 Jahren mit Ausweis und ggf. Schufa-Auskunft möglich; PostIdent oder VideoIdent sind gängige Legitimationswege.
  • Sollte eine Bank die Eröffnung ablehnen, hast du ein Recht auf ein Basiskonto (P-Konto).

Was ist ein Erstes Girokonto?

Ein erstes Girokonto ist im Grunde dein zentraler Dreh- und Angelpunkt für alle finanziellen Transaktionen im Alltag. Es ist das Konto, auf das dein Gehalt oder BAföG überwiesen wird, von dem deine Miete, Handy-Rechnung oder Streaming-Abos abgebucht werden und mit dem du bargeldlos bezahlen kannst. Es dient also der Abwicklung des sogenannten „Giroverkehrs“, also der Übertragung von Geld. Für junge Leute ist es oft der erste Schritt zur eigenständigen Finanzverwaltung. Es gibt spezielle Konditionen für Studierende, Auszubildende und Minderjährige, die oft kostenlose Kontoführung beinhalten.

Kostenlose Girokonten für junge Leute 2026

erstes girokonto – JVD
Foto: Marcel Condurachi

Viele Banken werben mit kostenlosen Girokonten, doch die Bedingungen sind entscheidend. Im Jahr 2026 gibt es nach wie vor gute Angebote, insbesondere für Studierende, Auszubildende und junge Erwachsene unter 28 Jahren. Oft ist die kostenlose Kontoführung an einen monatlichen Mindestgeldeingang (z.B. 700 €) gebunden, der für Studierende oder Azubis aber entfällt. Bei der ING ist das Girokonto beispielsweise für alle unter 28 Jahren kostenlos. Auch die DKB bietet ein kostenloses Girokonto für unter 28-Jährige oder bei einem monatlichen Geldeingang von mindestens 700 € an (Stand: Mai 2026). Die Sparkasse und die Deutsche Bank haben ebenfalls spezielle Modelle für junge Kunden, die oft bis zu einem bestimmten Alter gebührenfrei sind. Ein Blick in die Konditionen lohnt sich immer, um sicherzustellen, dass keine versteckten Gebühren lauern.

Versteckte Kostenfallen, die du kennen solltest

Ein „kostenloses“ Girokonto kann schnell teuer werden, wenn du die Details nicht beachtest. Aus meiner Zeit in der Anlageberatung weiß ich: Oft verstecken sich Kosten in den Kleingedruckten. Hier sind die gängigsten Fallen:

  • Buchungsposten: Manche Banken berechnen Gebühren für jede Überweisung, Lastschrift oder jeden Geldeingang, wenn du die Freigrenzen überschreitest. Das können schnell 0,10 € bis 0,30 € pro Posten sein.
  • Geld abheben am Fremdautomaten: Während du bei deiner Hausbank oder Partnerbanken kostenlos Geld abheben kannst, kostet das Abheben an fremden Geldautomaten oft zwischen 2 € und 5 € pro Vorgang.
  • Karten im Ausland: Wenn du im Ausland mit deiner Girokarte oder Kreditkarte bezahlst oder Bargeld abhebst, können Fremdwährungsgebühren oder Gebühren für den Auslandseinsatz anfallen. Diese liegen meist bei 1 % bis 2 % des Umsatzes.
  • Dispozinsen: Solltest du dein Konto überziehen, fallen hohe Dispozinsen an, die schnell über 10 % p.a. liegen können. Ein Dispo ist kein Kredit, sondern eine kurzfristige Überziehungsmöglichkeit, die du nur im Notfall nutzen solltest.
  • Zusatzkarten: Eine zweite Girokarte oder eine Kreditkarte (echte Kreditkarte, nicht Debitkarte) kann zusätzliche Jahresgebühren verursachen.

Filialbank, Direktbank oder Neobank: Welcher Typ passt zu dir?

erstes girokonto – JVD
Foto: Sergej K.

Die Wahl der richtigen Bank hängt stark von deinen Bedürfnissen ab. Es gibt drei Haupttypen von Banken, die alle ihre Vor- und Nachteile haben:

Banktyp Vorteile Nachteile
Filialbank (z.B. Sparkasse, Deutsche Bank) Persönliche Beratung vor Ort, Bargeldeinzahlung/-abhebung am Schalter, feste Ansprechpartner Oft höhere Kontoführungsgebühren, eingeschränkte Öffnungszeiten, weniger flexible Online-Services
Direktbank (z.B. ING, DKB) Meist kostenlose Kontoführung (oft an Bedingungen geknüpft), flexible Online-Services, gute Konditionen Keine Filialen, Bargeldeinzahlung oft nur über Partnerbanken oder gebührenpflichtig, rein digitaler Kundenservice
Neobank (z.B. N26, Revolut) Komplett über App verwaltbar, innovative Funktionen (Subkonten, Budget-Tools), oft kostenloses Basispaket Junge Anbieter, manchmal weniger umfangreiche Kreditprodukte, rein digitaler Support, Fokus auf Mobile Banking

Die Sparkasse ist eine klassische Filialbank, die vor allem für ihre persönliche Beratung und die vielen Filialen bekannt ist. Wenn du Wert auf direkten Kontakt und Bargeldeinzahlungen am Schalter legst, könnte sie eine gute Wahl sein. Die ING und DKB sind hingegen Direktbanken, die oft mit attraktiven Konditionen und einem guten Online-Banking punkten. Neobanken wie N26 sind besonders bei jungen Leuten beliebt, die ihr Banking komplett über das Smartphone erledigen möchten und innovative Features schätzen.

Girokonto eröffnen: Unterlagen und Identifikation

Wenn du dein erstes Girokonto eröffnen möchtest, sind ein paar Schritte und Dokumente notwendig. Grundsätzlich kannst du ab 18 Jahren ein Konto eröffnen. Bist du noch minderjährig, benötigen deine Eltern die Zustimmung zur Kontoeröffnung. Hier die wichtigsten Dinge, die du bereithalten solltest:

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass: Zur Identifikation ist ein amtliches Dokument notwendig.
  • Schufa-Selbstauskunft (optional): Für ein Basiskonto ist sie nicht zwingend, aber bei einem Konto mit Dispokredit kann die Bank eine Schufa-Auskunft einholen, um deine Kreditwürdigkeit zu prüfen.
  • Meldebescheinigung: Manche Banken verlangen eine aktuelle Meldebescheinigung, um deinen Wohnsitz in Deutschland zu bestätigen.
  • Nachweis des Studenten-/Azubi-Status: Wenn du von speziellen Konditionen profitieren möchtest, benötigst du eine Immatrikulationsbescheinigung oder einen Ausbildungsnachweis.

Identifikationsmethoden: PostIdent vs. VideoIdent

Um deine Identität zu bestätigen, bieten Banken in Deutschland verschiedene Methoden an:

  • PostIdent: Du gehst mit deinen Unterlagen und dem PostIdent-Coupon zu einer Postfiliale. Ein Mitarbeiter prüft deine Identität und schickt die Daten an die Bank. Dies ist ein bewährtes und sicheres Verfahren.
  • VideoIdent: Bequemer geht es von zu Hause aus. Über einen Video-Call mit einem Mitarbeiter einer Partnerfirma wird deine Identität anhand deines Ausweisdokuments geprüft. Du benötigst dafür ein Smartphone oder einen Computer mit Kamera und Mikrofon sowie eine stabile Internetverbindung.

Beide Methoden sind gesetzlich zugelassen und sicher. VideoIdent ist oft schneller und flexibler, da du es jederzeit durchführen kannst.

Was, wenn die Bank ablehnt? Dein Recht auf ein Basiskonto

Auch wenn du ein erstes Girokonto eröffnen möchtest, kann es vorkommen, dass eine Bank deinen Antrag ablehnt – zum Beispiel aufgrund einer negativen Schufa-Auskunft oder anderer Gründe. Aber keine Sorge: In Deutschland hast du ein gesetzlich verankertes Recht auf ein Basiskonto. Dieses Recht ist im Zahlungskontengesetz (ZKG) festgelegt (§ 31 ZKG).

Ein Basiskonto, auch als „Girokonto für jedermann“ bekannt, ermöglicht dir die grundlegenden Funktionen eines Girokontos: Geldeingänge, Überweisungen, Lastschriften und die Nutzung einer Debitkarte. Es wird auf Guthabenbasis geführt, das heißt, du kannst es nicht überziehen. Die Banken dürfen die Eröffnung eines Basiskontos nur in sehr wenigen Ausnahmefällen ablehnen, zum Beispiel bei Betrugsverdacht oder wenn du bereits ein Basiskonto bei einer anderen Bank hast.

Sollte eine Bank die Eröffnung eines normalen Girokontos verweigern, kannst du einen Antrag auf ein Basiskonto stellen. Die Bank ist verpflichtet, diesen Antrag zu prüfen und dir bei Erfüllung der Voraussetzungen ein Basiskonto anzubieten. Bei Problemen hilft die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) oder die Verbraucherzentrale.

Kontoumzug leicht gemacht: So wechselst du dein Girokonto

Vielleicht hast du bereits ein Taschengeldkonto und möchtest nun ein vollwertiges erstes Girokonto, oder du bist mit den Konditionen deiner aktuellen Bank unzufrieden. Ein Kontowechsel ist dank des gesetzlich geregelten Kontoumzugsservices einfacher als du denkst. Gemäß § 20 Zahlungskontengesetz (ZKG) sind Banken verpflichtet, dir beim Wechsel zu helfen.

Der Kontoumzugsservice funktioniert so:

  1. Antrag stellen: Du beantragst den Kontoumzug bei deiner neuen Bank.
  2. Vollmacht erteilen: Du erteilst deiner neuen Bank eine Vollmacht, um in deinem Namen mit der alten Bank zu kommunizieren.
  3. Alte Bank informieren: Die neue Bank fordert von deiner alten Bank eine Liste aller Lastschriften, Daueraufträge und Geldeingänge der letzten 12 Monate an.
  4. Zahlungspartner benachrichtigen: Deine neue Bank informiert alle deine Zahlungspartner (Arbeitgeber, Vermieter, Versicherungen, Stromanbieter etc.) über deine neue Kontoverbindung. Dies muss innerhalb von 12 Tagen geschehen.
  5. Altes Konto schließen: Auf deinen Wunsch hin kündigt die neue Bank dein altes Konto bei der bisherigen Bank.

Dieser Service ist für dich kostenlos und soll den Wechsel so reibungslos wie möglich gestalten. Du musst dich also nicht selbst um die Benachrichtigung aller Zahlungspartner kümmern, was dir viel Zeit und Aufwand spart.

🛡️ Verbraucher-Check (Was bedeutet das für dich?)

Dein erstes Girokonto ist mehr als nur eine Nummernfolge – es ist dein Tor zur finanziellen Eigenständigkeit. Prüfe genau die Konditionen für junge Leute, insbesondere ob ein Mindestgeldeingang für die kostenlose Führung notwendig ist. Achte auf versteckte Kosten bei Karten im Ausland oder Fremdabhebungen. Die Wahl zwischen Filialbank, Direktbank und Neobank hängt von deinen persönlichen Präferenzen ab: Willst du persönlichen Kontakt oder lieber alles digital regeln? Bei Problemen mit der Kontoeröffnung steht dir das Recht auf ein Basiskonto zu. Nutze den Kontoumzugsservice, um stressfrei zu wechseln.

Häufige Fragen

Wie kann ich mein erstes Girokonto eröffnen?

Um dein erstes Girokonto zu eröffnen, benötigst du in der Regel einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Bist du noch minderjährig, ist die Zustimmung deiner Eltern erforderlich. Die Kontoeröffnung kann entweder online über VideoIdent oder in einer Filiale per PostIdent erfolgen. Wenn du Student oder Azubi bist, halte entsprechende Nachweise bereit, um von speziellen Konditionen zu profitieren. Viele Banken bieten für unter 28-Jährige ein kostenloses Girokonto an, das du direkt online beantragen kannst. Achte darauf, alle erforderlichen Dokumente vollständig einzureichen, um den Prozess zu beschleunigen.

Sind 3 Girokonten schlecht für die Schufa?

Die Anzahl der Girokonten allein ist nicht per se schlecht für deine Schufa-Bewertung. Es ist nicht ungewöhnlich, mehrere Konten zu haben, zum Beispiel ein Hauptkonto, ein Sparkonto und ein separates Konto für ein spezielles Projekt. Was sich jedoch negativ auswirken kann, sind häufige Kontoeröffnungen und -schließungen innerhalb kurzer Zeit oder eine hohe Anzahl von Kreditanfragen im Zusammenhang mit der Kontoeröffnung. Jede Kontoeröffnung wird der Schufa gemeldet, was zu einer minimalen, temporären Absenkung des Scores führen kann. Solange du deine Konten ordnungsgemäß führst und keine Überziehungen oder Zahlungsausfälle hast, sollte die Anzahl der Konten kein Problem darstellen, wenn du dein erstes Girokonto eröffnest.

Gibt es ein kostenloses Girokonto ohne Mindesteingang?

Ja, es gibt auch im Jahr 2026 noch kostenlose Girokonten ohne einen festen Mindestgeldeingang, insbesondere für junge Leute. Viele Banken bieten für Studierende, Auszubildende und junge Erwachsene bis zu einem Alter von 28 Jahren die Kontoführung ohne monatliche Gebühren an, unabhängig davon, wie viel Geld auf dem Konto eingeht. Beispiele hierfür sind oft Direktbanken wie die DKB oder ING, die in ihren Konditionen explizit auf diese Altersgruppe eingehen. Es ist jedoch wichtig, die genauen Bedingungen zu prüfen, da sich diese ändern können. Manchmal sind andere Leistungen, wie z.B. eine kostenlose Kreditkarte, an einen Mindestumsatz gebunden, auch wenn die Kontoführung selbst kostenfrei ist, wenn du dein erstes Girokonto eröffnest.

Wann lohnt sich ein Girokonto-Vergleich für junge Leute?

Ein Girokonto-Vergleich lohnt sich für junge Leute immer dann, wenn sich ihre Lebenssituation ändert. Das kann der Start in die Ausbildung oder das Studium sein, der erste Job oder das Erreichen einer bestimmten Altersgrenze (oft 25 oder 28 Jahre), ab der die Bank möglicherweise Gebühren für das bisher kostenlose Konto erhebt. Auch wenn du regelmäßig ins Ausland reist oder bestimmte Services wie Online-Banking-Apps oder innovative Budget-Tools nutzen möchtest, kann ein Vergleich neue und bessere Optionen aufzeigen. Eine regelmäßige Überprüfung alle ein bis zwei Jahre stellt sicher, dass du stets die besten Konditionen für dein erstes Girokonto hast und keine unnötigen Gebühren zahlst.

Was ist ein P-Konto und wann brauche ich es?

Ein P-Konto, oder Pfändungsschutzkonto, ist ein spezielles Girokonto, das dir einen gesetzlich geschützten Freibetrag vor Pfändungen sichert. Du brauchst es, wenn dein Konto von Gläubigern gepfändet werden soll oder bereits gepfändet wurde. Jedes Girokonto kann in ein P-Konto umgewandelt werden. Der Basispfändungsfreibetrag liegt ab Juli 2024 bei 1.410,60 € pro Monat und kann mit Nachweisen für unterhaltsberechtigte Personen oder bestimmte Sozialleistungen erhöht werden (Quelle: Bundesministerium der Justiz). Wenn du also finanzielle Schwierigkeiten hast und eine Pfändung droht, solltest du dein erstes Girokonto oder ein bestehendes Konto in ein P-Konto umwandeln lassen, um deine Existenzgrundlage zu sichern.

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Über den Autor: Tobias Krämer – Finanzredakteur
Als gelernter Bankkaufmann habe ich während meiner Zeit in der Anlageberatung viele junge Leute beim Start in die finanzielle Unabhängigkeit begleitet. Ich weiß, dass das erste Girokonto oft der Einstieg in eine Welt voller neuer Begriffe und Entscheidungen ist. Das Vergleichen von Konditionen und das Erkennen von versteckten Kosten ist dabei entscheidend, egal ob man in Berlin-Mitte oder anderswo lebt. → Alle Autoren des JVD-Redaktionsteams →

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Schlagworte: 2026 Azubi Banken erstes Girokonto Finanzen Girokonto junge Leute Kontoumzug Kostenfallen Studentenkonto

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